Verbesserungen zur CAE-Bekämpfung beschlossen
22.06.2010
Eine Expertengruppe analysierte im letzten Jahr die aktuelle Situation der CAE-Bekämpfung. Sie schlägt vor, das Bekämpfungsprogramm auf die Ausrottung der krankmachenden CAE-Viren der Ziegen zu konzentrieren und andere Lentiviren der kleinen Wiederkäuer auszublenden. Für den Tierhalter sollen insbesondere die Sperren erträglicher werden. CAE-infizierte Bestände werden gesperrt und CAE-positive Tiere müssen ausgemerzt werden. Nach 6 Monaten werden die verbleibenden Ziegen in einer Blutuntersuchung getestet. Werden keine positiven Tiere mehr diagnostiziert, wird die Sperre bereits wieder aufgehoben. Bei einem positiven Befund wird die Sperre jeweils um weitere 6 Monate verlängert. Um sicher zu gehen, dass sich nicht bereits angesteckte Tiere im Bestand befinden, die noch keine Antikörper gebildet haben, wird der Bestand 6 und 12 Monate nach Aufhebung der Sperre nochmals kontrolliert. Der Kanton hat neu die Möglichkeit, die Bestandesuntersuchungen bereits im Herbst (in der Regel vor dem Abgitzeln) durchzuführen, so dass die meisten Sperren vor der Alpung im Frühsommer wieder aufgehoben werden können. Die Beprobung der Ziegen mittels Stichproben wird durch flächendeckende Untersuchungen aller Ziegen in der Schweiz ersetzt. Alle vier Jahre werden alle Tiere ab dem Alter von 6 Monaten untersucht. Dies verhindert, dass einzelne Tiere aufgrund des Tierverkehrs nie untersucht werden. Die erste flächendeckende Untersuchung des Schweizer Ziegenbestandes wird im Herbst/Winter 2011/2012 stattfinden. Die obligatorische jährliche Untersuchung der Ziegenböcke bleibt bestehen. Insgesamt kommen die Verbesserungen den Forderungen der Tierhalter entgegen, schreibt Jeannette Muntwyler im „forum für Kleinwiederkäuer“. Ihr vollständiger Beitrag ist in der Mai-Ausgabe 2010 nachzulesen.

